Durst wird durch Bier erst schön

DAUBENKRUG UND APOSTELHUMPEN

Hier ist (aus der Rastal-Sammlung) eine Reihe von Krügen abgebildet, die im 17. Jahrhundert in Creussen hergestellt wurden.

Das winzige Städtchen, zwölf Kilometer von Bayreuth, war in jener Zeit für seine Steinzeug-Artikel berühmt. Die Creussener hatten einige Sondertechniken entwickelt, nahmen ein (heute völlig unbekanntes) »Schwarzes Salz« für die Glasur und Föhrenholz für ihre Brennöfen. So kam das Creussener Steinzeug zu der Schokoladenfarbe, die Sie an den Krügen unten erkennen.

ApostelhumpenPlanetenhumpen

Oben links sehen Sie einen Creussener »Apostelhumpen« (mit den Darstellungen der zwölf Jünger Jesu), rechts einen »Planetenhumpen«, der die symbolischen Figuren der Planeten zeigt. Auch diese Krüge waren ursprünglich schokoladenbraun. Sie bekamen dann eine farbige Emailbemalung.

Zu einem der Creussener Apostelhumpen schrieb Wilhelm Busch: »Ich hab'n hübschen Krug. Rundherum stehen die zwölf Apostel und der Herr Jesus in der Mitten. Ein christlicher Krug!«

Lichtenhainer Daubenkrug

Der Lichtenhainer Daubenkrug, den Sie oben sehen, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Er ist - wie ein Faß - aus Holzdauben zusammengesetzt, die von Zinnreifen zusammengehalten werden. Auch das Dekor ist aus Zinn.

Beinglas-Krüge

Diese Beinglas-Krüge (aus der Sammlung Rastal) entstanden während des 18. Jahrhunderts im Alpenraum. Der Krug links - er ist 24 Zentimeter hoch - trägt den schönen Spruch »Kom mein Schatz und nim von meinem Herzen Platz«.

Bierkrüge aus Zinn und Glas

Die Bierkrüge aus Zinn und Glas, die Sie oben sehen, wurden 1893 herausgebracht.

>> Salzglasiert und handgeritzt



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