Durst wird durch Bier erst schön

PFANNEKUCHEN UND FONDUE

Zu vielen Gerichten braucht man Teig. Um Pfannekuchen zu machen oder um Gemüse darin auszubacken. Nimmt man für solchen Teig statt Wasser Bier, so schmeckt das Gebackene nicht nur weitaus aparter. Es wird auch sehr locker.

In Bierteig ausgebacken

Bier bringt fürs Kochen zweierlei mit: die Flüssigkeit und ein markantes Aroma. Aber etwas Drittes kommt hinzu (das sich bei Suppen oder Soßen gar nicht auswirkt): die Kohlensäure. In einem Teig wirkt sie als natürliches Treibmittel. Das macht Bierteige so locker und so gut verträglich. Dabei ist Bierteig ganz einfach herzustellen. Zwei Rezepte geben wir Ihnen hier, die Sie auch in Abwandlungen - vielfach verwenden können. Um Pfannekuchen zu machen, um Gemüse darin auszubacken und bei anderen kulinarischen Gelegenheiten.

GUTBÜRGERLICHER BIERTEIG

250 g Mehl
2 El Öl
1/4 l helles Bier
Salz

Sie verrühren Mehl, Öl und Bier ganz glatt, schmecken mit Salz ab und lassen den Teig etwas quellen.

HOCHFEINER BIERTEIG

250 g Mehl
1 El Öl
1/4 l helles Bier
1 El Kirschwasser
3 Eier
1 Prise Salz

Sie verrühren Mehl, Salz, Eier, Kirschwasser, Öl und die Eigelbe gut und glatt. Lassen sie den Teig 100 Minuten stehen. Dann schlagen Sie das Eiweiß zu steifem Schnee und heben es unter den Teig.

GEMÜSE

Sie können nahezu jede Art von Gemüse, das vorher in Bierteig getaucht wurde, in der Fritteuse ausbacken. Die Temperatur des Fettes sollte 175 Grad betragen. In 3-4 min ist das Gemüse fertig. Sie müssen nur darauf achten, dass Sie nicht zu viel auf einmal in die Fritteuse legen. Wichtig ist, dass das Fett ganz heiß bleibt. Dann dringt es nicht in den Teig ein.

SEELACHS

Dieses Rezept gilt so oder abgewandelt für viele Fischarten. Sie nehmen 750 g Seelachsfilet, spülen es ab, tupfen es trocken und schneiden es in große Würfel. Sie mischen Zitronensaft, Sojasoße und trockenen Sherry, beträufeln den Fisch damit und lassen ihn 10 Minuten ziehen. Mehr ist nicht nötig, Nun brauchen Sie nur die Fischwürfel in Bierteig zu tauchen und im heißen Fett (175 Grad) goldbraun auszubacken.

APFELKRAPFEN

Sie schälen Apfel, zerschneiden sie in kleine Stücke und entfernen das Kernhaus. In einen "hochfeinen Bierteig" geben Sie etwas mehr Mehl, so dass er fester wird. Da hinein rühren Sie die Apfel. Mit einem großen Löffel geben Sie Portionen dieses Teiges mit den Äpfeln ins schwimmende Fett. Nachher mit reichlich Zucker und etwas Zimt bestreuen!

KÄSESPIESSE

Sie schneiden entrindetes Graubrot in Dreiecke. Scheiben von entrindetem Tilsiter-Käse schneiden Sie in gleichgroße Stücke. Sie stecken abwechselnd Brot und Käse auf Metallspieße. Dazwischen streuen Sie Thymian. Diese Spieße ziehen Sie durch den "hochfeinen Bierteig" und backen sie in heißem Fett aus. Sie entfetten sie auf Küchenkrepp und servieren die Käsespieße heiß.

FONDUE

Die moderne Küche kennt drei Arten von Fondues. Erstens das Schweizerische Käsefondue: Man taucht Brotstückchen in flüssigen Käse. Zweitens das Fondue Bourguignonne: Man tunkt rohes Fleisch in siedendes Öl. Drittens das Fondue Nouvelle Cuisine: allerlei kleingeschnittenes Gemüse und Fleisch wird in kochende Fleischbrühe getaucht und "mit Biss" gegessen; zum Schluss isst man die Brühe.

Wir haben hier eine vierte Art von Fondue anzubieten: mit Bierteig. Sie verbindet das Fondue Bourguignonne mit dem der Nouvelle Cuisine. Und zwar auf eine sehr angenehme Art: Sie tauchen Fleisch- und Gemüsestückchen erst in Bierteig und dann in siedendes Öl. Voraussetzung ist, dass Sie ein Fonduegerät haben (am besten ein elektrisches), das hohe Öltemperaturen garantiert. Dann nämlich ist das Fett so heiß, dass kaum eine Spur davon in den Teig dringt, diesen aber sofort braunbäckt und das Innere - Fleisch oder Gemüse - zart weich werden lässt.

Was Sie an Fleisch und Gemüse benutzen, ist unbegrenzt. Es hat keinen Sinn, hier Vorschriften zu machen. Sie können Bohnen und Blumenkohl, Möhren und Champignons nehmen, Wurstscheiben und Filet, Leber- und Nierenstückchen. Damit haben wir noch längst nicht alles aufgezählt, das sich fürs Fondue eignet.

Sie können die herkömmlichen Fonduegabeln verwenden oder kleine Drahtlöffelchen, die es im Spezialgeschäft gibt. Beim Tischdecken sollten Sie jedem Ihrer Gäste etwas Küchenkrepp neben den Teller legen. Denn das aus dem Öl Herausgenommene hat ein wenig Fett an sich. Das mag nicht jeder. Der Küchenkrepp nimmt diese Spuren von Öl auf.

Rezepte mit Bier:

>> Biersuppe



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